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Malta – auch im Winter eine Reise wert

Maltas Winterlandschaft

Landschaft auf Malta im Winter

Während wir in Deutschland momentan die erste, richtige Dauerfrostperiode seit mehreren Jahren erleben und gerade das vergangene Wochenende „Sonnenanbeter“ in dieser Hinsicht auf eine harte Probe stellte, wird man auf Malta immer noch mit 10-15 Grad verwöhnt.

Das angenehme Mittelmeerklima lässt die Temperaturen im Inselstaat selbst im Januar so gut wie nie auf einstellige Werte fallen, weshalb es auch in der „kalten Jahreszeit“ zu einem beliebten Reiseziel zählt.

Farbenfroher Karneval

Zu den Pflichtterminen im Winter gehört der alljährliche Karneval im Februar. Die Inselgruppe erstrahlt in der Woche vor Aschermittwoch in einem bunten Farbenmeer und Umzugswägen samt grellen Faschingskostümen säumen die Straßen. Besonders in Paceville, dem Zentrum der maltesischen Partykultur, steppt dann der Bär und das Feiervolk zieht von einer Bar weiter zur nächsten.

Kulturelle Vielfalt auch im Winter

Lohnenswert ist auch ein Besuch im „Teatru Manoel“, dem Nationaltheater Maltas. Dieses zählt zu den ältesten Theaterhäusern weltweit und bietet auch im Winter beste Unterhaltung.

Beeindruckende Landschaft lädt zu ausgiebigen Erkundungstouren ein

Zudem bieten sich die Wanderwege der ruhigen maltesischen Westküste für einen ausgedehnten Spaziergang an. Und gerade beim Wandern ist es doch deutlich angenehmer, milde Temperaturen vorzufinden und nicht extreme Hitze wie im Hochsommer, oder? 🙂

Nebensaison als erholsame Reisezeit

Ein weiterer Vorteil einer Winterreise nach Malta ist, dass man die zahlreichen Sehenswürdigkeiten in Ruhe abseits des Massentourismus erkunden kann. Während in der Hauptsaison eine Vielzahl an Touristen auf die Inselgruppe kommt, sind die ersten Monate eines jeden Jahres eher ruhig und nicht derart überlaufen. Urlaub im Winter bedeutet auf Malta somit noch mehr Erholung als ohnehin schon.

Ihr seht, eine Reise nach Malta ist also immer empfehlenswert –  je nach persönlicher Vorliebe im Winter vielleicht sogar noch mehr als in der von der Hitze geprägten Hauptsaison!

Malta: großartige Insel für einen Kurzurlaub

GeradChurch buildinge im Winter, wenn es hierzulande trübe und ungemütlich ist, kommt bei vielen der Wunsch auf, in den sonnigen Süden zu entfliehen. Wer damit nicht bis zum Jahresurlaub warten möchte, findet in Malta ein ideales Ziel für einen spontanen Kurzurlaub. Der kleine Inselstaat im Mittelmeer punktet nicht nur mit zahlreichen Freizeitmöglichkeiten, sondern auch mit ganzjährig angenehmen Temperaturen. Da Sie dabei von den günstigen Nebensaison-Preisen profitieren können, wie auch auf www.kurzurlaubspezialist.com dargestellt wird, steht diese kurze Auszeit auch nicht einer weiteren Reise im Sommer entgegen.

Eintauchen in die Geschichte

Viele Jahrhunderte befand sich die kleine Inselgruppe, die aus der Hauptinsel Malta sowie den kleineren Schwesterinseln Gozo und Comino besteht, unter der Herrschaft der Malteserritter. Dies wird besonders deutlich in der charmanten Hauptstadt Valletta, deren Altstadt noch heute von den alten Festungsanlagen umschlossen ist. Die zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten, die ausgezeichneten Shopping-Möglichkeiten sowie die lebhaften Märkte und gemütlichen kleinen Restaurants lassen sie zu einem perfekten Ziel für eine Städtereise werden. Aber auch in den anderen Teilen der Insel finden Besucher zahlreiche Zeugnisse der wechselvollen Geschichte des kleinen Landes zwischen Afrika und Italien. Vor allem die einzigartigen Tempel aus der Steinzeit sind einen Besuch wert.

Naturwunder im Mittelmeer

Obwohl Malta vergleichsweise dicht besiedelt ist, sind abseits der Hauptstadt und der romantischen Dörfer viele Gegenden erhalten geblieben, die insbesondere in der Nebensaison praktisch menschenleer sind und über eine einzigartige Natur verfügen. Wanderfreunde können hier während eines Kurzurlaubs Pflanzen und Tiere entdecken, die es nirgendwo sonst gibt. Wirklich beeindruckend sind aber die Küstenformationen wie das „Blaue Fenster“ genannte gewaltige Felsentor auf Gozo. Aber auch einfach nur entspannen lässt es sich auf Malta ganz wunderbar, denn mehrere hervorragend gepflegte Strände laden zum Baden und Sonnen ein.

21.9. – Maltas Tag der Unabhängigkeit

itb09_maltaAufgrund der Aktualität möchten wir euch über den vermutlich wichtigsten Tag in Maltas Geschichte informieren: Den Tag der Unabhängigkeit, welcher bis heute jährlich am 21. September auf der gesamten Inselgruppe ausschweifend gefeiert wird und als offizieller Nationalfeiertag gilt.

Gestern vor 52 Jahren wurde die ehemalige Kolonie Malta vom Britischen Königreich in die Unabhängigkeit entlassen und gilt seitdem als eigenständiger Staat, welcher auf seine „Indipendenza“ äußerst stolz ist. Deshalb wird auch heute noch jedes Jahr in der Nacht vom 20. auf den 21. September dem Moment gedacht, als auf dem Archipel die britischen Flaggen abgenommen und die maltesischen gehisst wurden.

Der Feiertag ist sogar von so großer internationaler Bedeutung, dass sich selbst der US-amerikanische Außenminister John Kerry jüngst mit der folgenden Botschaft an das maltesische Volk wandte:

On behalf of President Obama and the American people, I send my best wishes to the people of Malta as you mark the 52nd anniversary of your nation’s independence on September 21. […] Please accept my warmest congratulations as you celebrate this special day.“ (Times of Malta 21.09.2016).

Während die Feierlichkeiten in der Vergangenheit übrigens immer größtenteils in Floriana abgehalten wurden, diente dieses Jahr das Stadttor Vallettas als Kulisse und verlieh dem Nationalfeiertag einen würdigen Rahmen.

Wir hoffen, dass alle Malteser gestern einen wunderschönen Tag hatten und freuen uns schon auf nächstes Jahr, wenn es am 21.09.2017 heißt: 53 Jahre Malta!

 

Literatur:

Times of Malta 21.09.2016: http://www.timesofmalta.com/articles/view/20160921/local/john-kerrys-message-for-maltas-independence-day.625703

Festa-Saison auf Malta – die „heiligen“ Feierlichkeiten

Festa auf Malta

Festa auf Malta

Maltas Einwohner gelten im internationalen Vergleich als äußerst religiös. Dies beweist auch der Anteil an Christen auf der Inselgruppe, denn dieser beträgt satte 97%. Im Mittelmeerstaat besitzt sogar jede noch so kleine Gemeinde einen eigenen christlichen Schutzpatron, der jeweils mit einem Fest, einer sogenannten „Festa“, gehuldigt wird.

Die „Festa-Saison“ hat theoretisch weder einen Anfang noch ein Ende, da die Feiern ganzjährig von Januar bis Dezember angesetzt sind. Doch die Zeit, während der praktisch jedes Wochenende eine andere Gemeinde für ihren heiligen Patron Feierlichkeiten ausrichtet, beginnt im Mai und dauert bis in den September hinein. Die Bewohner nehmen diese übrigens sehr ernst und beginnen bereits Monate vorher mit der Vorbereitung. Hierfür wird das ganze Dorf, von der Kirche bis zu den einzelnen Häusern, mit Girlanden, Luftballons und vielen weiteren Gegenständen aufwendig geschmückt. Überlieferungen zu Folge gehen die Wurzeln dieses Brauchs bis ins 16. Jahrhundert zurück, denn angeblich wurden bereits damals erste Festas organisiert.

Natürlich soll an diesen Feiertagen keiner an Hunger und Durst leiden, weshalb in den jeweiligen Ortschaften allerlei Imbissstände aufgebaut werden. So gut wie jeder Stand bietet übrigens die typisch maltesische Köstlichkeit „Qubbajt“ an, bei der es sich um Nougat handelt. Charakteristisch für jede Festa sind auch die Live-Auftritte verschiedener Bands und Orchester, welche von Feuerwerk und Böllerschüssen untermalt werden.

Das „eigentliche“ Highlight einer Festa ist allerdings ein Marsch der Bevölkerung durch die Straßen und Gassen, in deren Rahmen eine Nachbildung des jeweiligen Patrons durch die Gemeinden getragen wird. Zudem tragen die Zuschauer ihren Teil zu einer gelungen Prozession mit allerlei Konfetti bei. Dieser Teil der Feierlichkeiten findet normalerweise sonntags nach einem Gottesdienst zu Ehren des Heiligen statt.

Da jede Festa individuell abgehalten wird und gestaltet ist, ist es ratsam, während eines Malta-Aufenthalts gleich mehrere zu besuchen. Auf diese Art und Weise lernt man effektiv die maltesische Kultur, aber auch deren lokalen Unterschiede kennen.

Wie eifrige Leser unseres Blogs bereits wissen, ist Malta ein richtiges Party-Land und dieser Artikel bzw. die Festa-Saison beweist dies einmal mehr. Wer also Lust auf Feiern in mediterraner Umgebung mit Meer und Palmen hat, ist auf der Inselgruppe genau richtig.

Malta als Sprachreise-Destination

Das Bild zeigt eine Bucht auf Malta

Bucht auf Malta

Im April haben wir euch an dieser Stelle über Malta als Filmtourismus-Destination informiert. Doch wie es sich für ein Land gehört, dessen Wirtschaft stark vom Tourismus abhängig ist, sind auf Malta auch andere Reiseformen ausgeprägt. Dazu zählen vor allem Sprachreisen, die dort regelrecht boomen.

Dies ist vor allem an der Anzahl an Englisch-Sprachschulen zu erkennen, die auf Malta ansässig sind. Aktuell buhlen im Mittelmeerstaat über 40 Lerneinrichtungen um die Gunst potenzieller Sprachschüler aus aller Welt. Durch diese Art des Tourismus, der im Gegensatz zum Badeurlaub nicht wetterabhängig ist, ist zudem sichergestellt, dass es auf Malta keine Jahreszeit gibt, in der absolut gar keine Urlauber die Inselgruppe besuchen.

Zahlreiche Vorzüge Maltas im Vergleich zur Konkurrenz

Doch wie kommt es, dass sich ein derart kleines Land als eines der weltweit bekanntesten Spracheise-Zentren etabliert hat? Wie ihr euch sicherlich denken könnt, liegt dies hauptsächlich an der britischen Vorgeschichte des Landes. Aufgrund dieser ist die englische Sprache auf Malta noch heute allgegenwertig, weshalb Sprachschüler dauerhaft mit ihr in Berührung kommen. Ein weiterer Punkt sind die günstigen Preise, denn im Vergleich zu den englischsprachigen Alternativen in Europa – Großbritannien und Irland – sind die Lebenshaltungskosten auf Malta deutlich geringer. Erwähnenswert ist natürlich auch das mediterrane Klima, denn entgegen der landläufigen Meinung müssen Englischsprachschüler nicht nach Australien, Südafrika oder Kalifornien reisen, um während ihrem Englischkurs mit schönem Wetter verwöhnt zu werden. Auf Malta herrschen ebenfalls ganzjährig angenehme Temperaturen, die die zahlreichen Sprachreisenden zu schätzen wissen.

Worauf muss ich achten?

Doch trotz aller Vorzüge ist auch Vorsicht geboten, denn unter den vielen Sprachschulen tummeln sich einige schwarze Schafe, deren Unterricht nicht auf dem Niveau der Konkurrenz ist. Falls ihr an Englischkursen auf Malta interessiert seid, solltet ihr deshalb immer darauf achten, dass die jeweilige Schule Zertifizierungen anerkannter Organisationen aufweist. Falls dies der Fall ist, könnt ihr euch sicher sein, eine seriöse Englisch-Sprachschule ausgewählt zu haben. Anschließend müsst ihr noch die Art und das Level des Kurses sowie eure Unterkunft auswählen. Wenn ihr die maltesische Kultur möglichst intensiv kennenlernen wollt, ist eine Gastfamilie die perfekte Wahl. Dank dieser erfahrt ihr sozusagen aus erster Hand alles über das Leben auf Malta und werdet natürlich bestens versorgt.

Abschließend aber noch ein wichtiger Hinweis: Passt auf, dass aufgrund der zahlreichen Attraktionen auf Malta das Lernen nicht zu kurz kommt – denn das ist ja der Sinn und Zweck eurer Reise. 🙂

Reisebericht eines Malta-Urlaubers

Wir freuen uns, dass wir an dieser Stelle einen Gastbeitrag des Malta-Urlaubers Christian Z. veröffentlichen dürfen. Christian, 32 Jahre alt, war dieses Jahr über Ostern auf Malta und teilt uns im folgenden Artikel mit, was er während dieser Zeit auf der Inselgruppe alles erlebt hat.

 

Sonnenuntergang auf Malta

Sonnenuntergang auf Malta

Als großer Reisefan habe ich bereits sämtliche Kontinente und auch eine Vielzahl an Ländern bereist. Doch untypischerweise fehlte ausgerechnet ein Staat auf meiner Liste, der eigentlich fast vor unserer Haustüre und nur zwei Flugstunden entfernt von Deutschland liegt: Malta. Während ich bereits äußerst abgelegene Regionen wie Feuerland oder das australische Outback besucht habe, habe ich es bis dato tatsächlich nie auf die kleine Inselgruppe im Mittelmeer geschafft. Um diese Lücke endlich zu schließen, entschied ich mich deshalb Anfang des Jahres dazu, über Ostern für ein paar Tage nach Malta zu reisen.
Im Vorfeld meines Urlaubs informierte ich mich natürlich ausführlich über die Sehenswürdigkeiten des kleinsten EU-Staats, aber dennoch konnte ich mich nicht dem Gefühl entziehen, dass das kleine Land zügig und ohne große Überraschungen zu erkunden sein würde. Deshalb war meine Gefühlslage am Gründonnerstag vorm Abflug auch etwas gemischt: Auf der einen Seite Vorfreude darüber, dass ich nun endlich das letzte Land der „Rubbel-Karte“ meiner bereisten Länder in Europa freimachen kann, aber auf der anderen Seite auch die Befürchtung, mich auf Malta nach kurzer Zeit zu langweilen.

Malta als Partydestination

Nach der Ankunft habe ich zuerst mein Hotelzimmer in Sliema an der Ostküste des Landes bezogen und anschließend gleich die Innenstadt genauer unter die Lupe genommen. Und ich kann euch sagen: Sliema wurde seinem Ruf als eines der bedeutendsten Touristenzentren auf Malta absolut gerecht! Die zahlreichen Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten gepaart mit der überaus schönen Architektur haben mich voll in ihren Bann gezogen. Abends habe ich dann einen Abstecher in das berüchtigte Partyviertel Paceville der Nachbarstadt St Julians gewagt. Auch wenn ich mit über 30 eigentlich nicht mehr in dem Alter bin, die Nächte durchzutanzen, haben mich die zahlreichen Informationen hierüber im Internet neugierig gemacht. Im Nachhinein kann ich euch an dieser Stelle Folgendes erzählen: Die Malteser sind absolute Feierbiester und wissen definitiv, wie man die Nacht zum Tag macht.

Viele Sehenswürdigkeiten in Valletta

Am nächsten Morgen bin ich dann folgerichtig mit einem ziemlich großen Kater und immer noch etwas benebelt in meinem Hotelzimmer aufgewacht und nach einem Katerfrühstück mit der Fähre von Sliema in die Insel-Hauptstadt Valletta gefahren. Die europäische Kulturhauptstadt 2018, die praktisch komplett fußläufig zu erkunden ist, bietet trotz der geringen Größe viele Sehenswürdigkeiten, die bereits hier zusammengefasst wurden. Nach einem schönen Tag bin ich abends wieder mit der Fähre zurück nach Sliema gefahren und habe mir etwas mehr Schlaf gegönnt als in der Nacht zuvor.

Gozo und Comino – hier ist alles eine Nummer kleiner

Am nächsten Tag stand nämlich der Trip nach Gozo auf dem Programm – die etwas ruhigere und kleinere Schwesterinsel Maltas. Dort ist mit dem steinernen Torbogen „Azure Window“ übrigens eines der wichtigsten Wahrzeiten des Landes beheimatet – ein Besuch dessen ist Pflicht für jeden Malta-Urlauber. Aber auch der Hauptort Victoria lädt mit seiner malerischen Atmosphäre und seinen engen Gassen zum Flanieren ein, sodass die Zeit wirklich schnell verging.

Am Tag der Abreise ließ ich es mir aber nicht nehmen, vor Abflug am Abend noch einen Abstecher auf das kleine Inselchen Comino zu wagen, da diese die berühmte „blaue Lagune“ beherbergt. Diese bilderbuchartige Szenerie wollte ich unbedingt mit eigenen Augen sehen und ich kann festhalten, dass es wirklich ein wundervoller Anblick war.

Fazit: Auf Malta wird es nie langweilig

Letzten Endes muss ich zugeben, dass ich wirklich überrascht war, wie viel ich auf Malta erlebt habe und dass mir zu keiner Zeit langweilig war. Wäre ich im Sommer auf die Inselgruppe gereist, hätte ich es auch durchaus noch etwas länger ausgehalten, da dann natürlich auch die zahlreichen Strände des Landes beliebte Ziele darstellen und nichts gegen einige Tage zusätzlichen Badeurlaub gesprochen hätten. Ich kann somit eine Reise nach Malta wirklich jedem empfehlen, da es dort in sämtlichen Bereichen viel zu erleben und zu erkunden gibt! Und meine Europakarte ist nun auch endlich komplett freigerubbelt.

„Hollywood im Mittelmeer“ – Malta als aufstrebende Filmtourismus-Destination

In den vergangenen Jahren entwickelte sich vor allem durch die „Herr der Ringe“-Reihe eine vollkommen neue Art des Reisens, welche mittlerweile als „Filmtourismus“ bezeichnet wird. Doch neben der dadurch entstandenen typischen Filmtourismus-Destination Neuseeland gilt gegenwertig auch Malta diesbezüglich als Geheimtipp. Das liegt hauptsächlich an der weltweit erfolgreichen Serie „Game of Thrones“, die das mittelalterliche Leben in den fiktiven Kontinenten Westeros und Essos beschreibt und zum Teil auf Malta gedreht wurde.

Was ist unter „Filmtourismus“ zu verstehen?

Der Autor Stefan Zimmermann fasste unter diesem Begriff „alle Formen des Reisens an Orte […], die ganz generell Anschlüsse an die Welt, respektive Wirklichkeit, von Filmen ermöglichen und den Einstieg in die Welt des Films erlauben“ zusammen (Zimmermann 2003, S. 76).

Als Filmtourist gilt also, wer ein Land oder eine Stadt bereist, um sozusagen „hautnah und am eigenen Leib“ die Filmwelt zu erleben.

Malta als „Game of Thrones“-Destination

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Stadttor von Mdina (alias „King’s Landing Gate“)

Auf Malta hat man offensichtlich die steigende Bedeutung dieser Marktnische erkannt und bietet nun spezielle „Game of Thrones“-Touren an (siehe z.B. hier oder hier). In deren Rahmen werden die Drehorte der Serie besichtigt und fachkundige Reiseleiter versorgen die Teilnehmer mit allerlei interessanten Informationen. Für Fans der Serie ist die Teilnahme praktisch ein Muss und eine einmalige Chance, in die Welt von Westeros und Essos vollends einzutauchen!

Bekannte Orte und Bauwerke auf Malta, die in der Serie erscheinen, sind z.B. das Stadttor von Mdina (alias „King’s Landing Gate“), die Pjazza Mesquita (alias „Kleinfingers Bordell“) oder das sogenannte Azure Window, das als Kulisse für die Hochzeit der Figuren Daenerys Targaryen und Khal Drogo diente.

Beliebter Drehort auch für andere filmische Werke

Doch auch Fans anderer berühmter Serien und Filme werden auf Malta fündig, wenn sie sich auf die Suche der Drehorte begeben, weshalb die Inselgruppe auch als „Hollywood im Mittelmeer“ bezeichnet wird. Welche filmischen Werke neben dem Klassiker „Troja“ mit Brad Pitt noch auf Malta gedreht wurden, zeigt euch diese Seite.

Gozo Azure Window

Azure Window

Somit gilt: Eine Reise nach Malta ist für Fans von „Game of Thrones“, aber auch für Anhänger vieler anderer Kino- und TV-Erscheinungen absolut lohnens- und empfehlenswert, da zahlreiche Kulissen auf engem Raum echtes Hollywood-Feeling vermitteln.

Literatur:

Zimmermann, Stefan (2003): „Reisen in den Film“ – Filmtourismus in Nordafrika. In: Egner, Heike (Hrsg.) (2003): Tourismus – Lösung oder Fluch? Die Frage nach der nachhaltigen Entwicklung peripherer Regionen (= Mainzer Kontaktstudium Geographie, Band 9). Mainz: 75-83.

Maltas bewegte Geschichte sorgt für zahlreiche Feiertage

Lage Maltas im Mittelmeer

Lage Maltas im Mittelmeer

Dass es auf Malta viel zu feiern gibt und die Malteser generell ein feierwütiges Volk sind, haben wir euch vor einiger Zeit bereits mit diesem Artikel bewiesen. Doch auch an den sage und schreibe fünf Nationalfeiertagen, die die Insulaner jährlich zelebrieren, ist die Feierlust der Malteser zu erkennen. Die fünf Feiertage sind:

• 31. März: Freiheitstag

Obwohl Malta bereits 1964 Unabhängigkeit von Großbritannien erlangte, waren noch bis 1979 britische Truppen auf der Inselgruppe stationiert. Grund genug für die Malteser, deren endgültigen Abzug Ende März 1979 noch heute Jahr für Jahr als „Freiheitstag“ gebührend zu feiern. Die Unabhängigkeit Maltas existiert seit diesem Tag somit nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Realität.

• 7. Juni: Sette Giugno (italienisch für „Siebter Juni“)

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs stieg die Arbeitslosigkeit auf Malta aufgrund von Entlassungen des Militärs deutlich an und daraus resultierend die Unzufriedenheit innerhalb der maltesischen Bevölkerung. Diese hatte den Wunsch nach mehr Selbstbestimmung und weniger Einfluss der britischen Besatzer, sodass es am 7. Juni 1919 im Rahmen einer Demonstration zu einem tragischen Zwischenfall kam. Bei Auseinandersetzungen zwischen der Bevölkerung und dem Militär kamen vier Malteser ums Leben. Um den getöteten Landsleuten zu gedenken, wird auf Malta heutzutage noch immer der Tag des „Sette-Giugno-Aufstands“ gefeiert.

• 8. September: Victory Day

Dieser Feiertag geht sogar auf mehrere bedeutende Ereignisse der maltesischen Geschichte zurück. Zum einen auf das Ende der türkischen Belagerung Maltas 1565 und zum anderen auf den Aufstand gegen die französischen Truppen 1800 sowie die deutsch-italienische Blockade im 2. Weltkrieg. Der Victory Day wird jährlich zusammen mit Marias Geburt am 8. September gefeiert.

• 21. September: Independence Day

Der zweifelsfrei größte Tag in Maltas Geschichte wird aber seit 1964 immer am 21. September gefeiert, denn nach 164 Jahren Zugehörigkeit zum British Commonwealth erlangte Malta damals die Unabhängigkeit. Noch heute wird dieser wichtige Moment in der Geschichte des kleinen Landes gebührend gefeiert. Über Maltas „Indipendenza“ haben wir euch an dieser Stelle übrigens schon einmal genauer informiert.

• 13. Dezember: Tag der Republik

1974 wurde am 13. Dezember auf Malta eine neue Verfassung ausgerufen, wodurch der Staat zur „parlamentarischen Republik“ wurde. Dies war gleichbedeutend mit der Ablösung der Queen als Staatsoberhaupt und dem neugeschaffenen Posten des maltesischen Ministerpräsidenten. In Folge dessen verließen am 31. März 1979 die britischen Truppen endgültig das Land, womit wir wieder am Anfang angekommen wären. 🙂

 

Als an Maltas Geschichte interessierte Person stellt man somit schnell fest, dass die bewegte Geschichte des Archipels heutzutage noch immer mit zahlreichen und wichtigen Feiertagen omnipräsent ist und seitens der Bevölkerung auch mit Stolz gelebt wird.

Valletta – die „Hauptstadt der kurzen Wege“

Skyline von Valletta

Skyline von Valletta

Als eifrige Leser unseres Blogs solltet Ihr mittlerweile wissen, dass Malta ein sehr kleiner Staat und damit das kleinste Mitgliedsland überhaupt der EU ist. Dies gilt sowohl für die Fläche von 316 km² als auch für die Bevölkerung, welche aus ca. 425.000 Einwohnern besteht. Aber war euch bewusst, dass selbiges auch für die Hauptstadt Valletta gilt?

Die ungefähr 6400 Einwohner verteilen sich auf lediglich 0,84 km² – beides sind die kleinsten Werte im EU-weiten Hauptstadt-Vergleich. Die geringe Fläche bedeutet, dass man, um die durchschnittliche Bevölkerungsdichte pro km² zu berechnen, auf einen km² hoch (!) und nicht runterrechnen muss. Die kuriose Folge: Die Bevölkerungsdichte pro km² ist damit höher als die eigentliche Einwohnerzahl. Zum Vergleich: Luxemburg, die Hauptstadt des gleichnamigen zweitkleinsten EU-Landes, misst über 50 km².

Alle Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß zu erreichen

Dass Valletta flächenmäßig klein ist, heißt aber nicht, dass die Stadt nicht reich an kultureller Vielfalt ist. Viel mehr bedeutet es, dass sämtliche Sehenswürdigkeiten problemlos zu Fuß zu erreichen sind. Das gilt beispielsweise von jedem Punkt der Gemeinde aus für den sogenannten Großmeisterpalast, der in der Vergangenheit verschiedenen Machthabern der Inselgruppe als Amtssitz diente und heute eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes darstellt. Knapp drei Gehminuten entfernt befindet sich die St. John’s Co Cathedral, welcher als der zweite Sitz des Erzbischofs von Malta fungiert. An der Nordspitze der Halbinsel, auf der sich Valletta befindet, liegt übrigens das Fort St. Elmo. Dieses spielte sowohl während der Belagerung Maltas im 16. Jahrhundert durch das osmanische Reich als auch im zweiten Weltkrieg eine wichtige Rolle.

Rechtwinkliges Straßennetz erleichtert die Orientierung

Übrigens: Sich in Valletta zu verlaufen ist nicht nur aufgrund der geringen Fläche so gut wie unmöglich, denn alle Straßen in der Stadt sind rechtwinklig angeordnet. Ähnlich wie zum Beispiel in Manhattan müsst Ihr also nur die abgelaufenen Häuserblocks zählen und beim Rückweg die gleiche Anzahl zurücklegen und Ihr kommt ganz sicher wieder am Ausgangspunkt an.
Klingt doch eigentlich recht verlockend, oder? Also worauf wartet Ihr dann noch? Reist nach Valletta und überzeugt euch selbst von der Attraktivität der „Hauptstadt der kurzen Wege“.

Maltas „Indipendenza“

IMG_1719Am 21. September feiern die Malteser ihre Unabhängigkeit von Großbritannien. Seit dem Jahr 1964 ist Malta keine britische Kolonie mehr. Heute ist das ein sehr großer Feiertag in Malta. Die Malteser nennen den Feiertag „Jum 1-Indipendenza“.

Die Geschichte

Die Maltesischen Inseln haben aufgrund ihrer strategischen geografischen Lage im Mittelmehr eine sehr große Bedeutung in der Vergangenheit gespielt. Sie waren immer von fremden Nationen beherrscht. Als im Jahr 1800 die Briten die Inseln von den Franzosen befreit haben, erlaubten sie den Maltesern eine eigene Regierung innerhalb des britischen Imperiums zu gründen. So wurde Malta eine britische Kolonie.
Nach dem zweiten Weltkrieg durften die Malteser ihre politische Unabhängigkeit erhalten, was zu einem sehr langen politischen und gesellschaftlichen Prozess wurde. Die Bewegung für Unabhängigkeit im Land hat sich dafür sehr eingesetzt und nach einem Referendum wurde Malta am 21. September 1964 unabhängig. Im Jahr 1974 wurde Malta eine Republik.
Jedes Jahr gibt es verschiedene Feierlichkeiten anlässlich dieses bedeutsamen Tages in der Geschichte Maltas.

Das Monument

Am 21. September 1964 wurde die maltesische Flagge in Floriana erhoben. Seitdem hat die kleine Stadt in der Nähe der Hauptstadt Valletta auch eine historische und symbolische Bedeutung für Malta. Aus diesem Grund wurde dort im Jahr 1989 auf dem 25-jährigen Jubiläum der Unabhängigkeit eine Statue aus Bronze und Marmor errichtet. Mit ihren 8,5 Metern Höhe ist sie wahrscheinlich die größte Statue in Malta. Das Denkmal stellt eine Frau dar, die die maltesische Flagge in einer Hand erhebt und in die Ungewissheit schreitend, versucht sie sich von den Fesseln der Vergangenheit zu befreien.

 


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